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5 Doktoranden, 5 getrennte Wege

Doktor in Biologie. Super. Und was jetzt?

Zu Beginn des Studiums hat man vielleicht gewisse Vorstellungen. Mir zumindest ging es so, und es hat bis in meine Doktorandenzeit gedauert, bis ich merkte, wie naiv und unrealistisch sie waren. Und selbst, wenn man keine Pläne hat, denkt sich das Leben schon was aus.

Nach dem Studium in der Wissenschaft bleiben? In die Wirtschaft gehen? Lehrer werden? Oder was sonst noch?
Man kann die Chancen eines Biologen sehr negativ sehen, wie zum Beispiel in diesem Foreneintrag mit dem Fazit, dass es praktisch Wahnsinn ist, Biologie zu studieren (und stattdessen einen Zoobesuch an Wochenenden empfiehlt). Tatsächlich gibt es für Biologen nur wenige Jobs, besonders, wenn man weiterhin im Labor stehen oder eine Arbeitsgruppe leiten möchte. Aber ganz so schlimm ist es dann doch wieder nicht. Für manche führt es allerdings zu unerwarteten Richtungswechseln…

Die Ausgangssituation

Während meiner Doktorarbeit hatte ich tolle Kollegen. Wir verstanden uns, halfen uns gegenseitig, hatten Spaß zusammen und spendeten Trost – so wie es sein sollte.

Am Institut für Psychopharmakologie (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim) gab es noch viele andere Doktoranden, vor uns, nach uns und auch gleichzeitig mit uns. Doch diese Auswahl kann einen Eindruck davon geben, wie unterschiedlich sich die Pfade von 5 Biologen mit einem gemeinsamen „Startpunkt“ entwickeln. Über die nächsten Wochen erzähle ich die Geschichten von Simone, Natalie, Oli, Laura und mir.

Die Doktoranden

Laura: die hübsche San Marinesin, spontan, selbstbewusst, geborene Wissenschaftlerin

Simone: auf den ersten Blick schüchtern, bei näherer Betrachtung aufgeschlossen, lustig, zuverlässig

Oli: allseits beliebt, weiß unheimlich viel, unser Go-To Statistik-/IT-Experte, entspannter Typ

Natalie: methodisch, organisiert, heimatverbunden, hilfsbereit

Stefanie: mich selbst zu beschreiben, ginge dann doch zu weit…