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Laura, die Abenteuerlustige

Der Beginn

Lauras Interesse an der Natur und an biologischen Mechanismen begann, als ihr Onkel sage,

„Hast du dich jemals gefragt, warum der Himmel blau ist?“

Lauras Onkel

Sie war damals noch ein Kind, doch in diesem Moment wusste sie, dass sie so viel wie möglich über die Natur lernen wollte. Später musste sie sich zwischen Geologie und Biologie entscheiden. Biologie gewann, weil sie mehr an lebenden Organismen interessiert war. Während ihres Studiums verliebte sich Laura in die Suchtforschung. Gleichzeitig verspürte sie den Drang zu reisen. Ihre Masterarbeit schrieb sie bereits am ZI in Mannheim.

„Anfangs war ich nicht so glücklich, nach Deutschland zu kommen, aber mein Bedürfnis, andere Länder kennenzulernen, brachte mich nach Mannheim.“

Laura

Die Doktorarbeit

Sobald Laura angekommen war, begann sie, Deutschland zu lieben – und ihr Projekt und die Kollegen. Als ihre Chefin sie bat, für die Doktorarbeit zu bleiben, war das kaum noch eine schwere Entscheidung. Nur die Aussicht auf vier weitere Jahre alleine, ohne ihre Familie, beunruhigten sie.

Von ihren Projekten war Laura begeistert, sie liebte das Wissenschaftlerleben. Was nach der Doktorarbeit kommen sollte, wusste sie nicht so genau, aber sie hatte eine Menge Hoffnung auf eine gute Zukunft.

„Ich war mir nur bei einer Sache sicher: Ich würde mein ganzes Leben im Ausland leben und eine tolle Karriere in der Wissenschaft haben – in einer Firma oder in der akademischen Welt.“

Laura

Danach

Am Ende ihrer Doktorarbeit musste Laura die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Familie oder Karriere. Sie entschied sich für die Familie, ging zurück nach Italien und heiratete. Zunächst bekam sie einen Job an der University of Bologna. Sie dachte, das sei ein guter Kompromiss, aber die Arbeitsbedingungen in dem Labor waren so schlecht, dass sie den Job aufgab.

Das neue Ziel: eine Stelle in einer Firma

Laura wusste von Anfang an, dass es nicht einfach sein würde, in einer Firma etwa zu finden, allein schon wegen der Wirtschaftskrise. Zu ihrer Überraschung, Enttäuschung und tiefster Frustration waren es jedoch andere Dinge, die ein Problem darstellten: Sie war entweder zu alt, zu spezialisiert oder nicht spezialisiert genug.

Und jetzt?

Als Laura begann, Privatstunden für Schüler mit Problemen in der Schule zu geben, merkte sie, dass unterrichten vielleicht der richtige Weg für sie sein könnte. Gleichzeitig bekam sie am eigenen Körper zu spüren, wie wichtig gesundes Essen ist. Also macht sie nun zwei Dinge gleichzeitig: Kurse, um unterrichten zu dürfen, und ein Studium „Ernährungswissenschaften“ an der Universität.

„Schauen wir mal, was die Zukunft für mich plant!“

Laura

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