Wissenschaftsjournalismus

Es begann alles mit einer Unterrichtsstunde in Irland. Klingt komisch, ist aber so. 2004 war ich für drei Monate in Dublin und besuchte eine Mädchenschule in Blackrock. Der Unterricht war, um es milde zu sagen, gewöhnungsbedürftig (Dreisatz kam da zum Beispiel gerade neu dran, was wir in der zehnten Klasse schon jahrelang durchgekaut hatten). Aber in Biologie ging es um Genetik, und das fand ich so spannend, dass ich mich freute, als es in Deutschland dann auch im Unterricht auftauchte.

Dass ich daraufhin Biologie als Leistungskurs wählte, war nur natürlich. Glücklicherweise hatte ich einen sehr guten Tutor (Shout-out an Herrn Knapp vom Gymnasium Michelstadt), der auch andere Themen spannend herüberbringen konnte. Ganz besonders die Neurobiologie.

Und so studierte ich in Heidelberg Biologie und später Molecular Biosciences mit dem Schwerpunkt Neuroscience. Von meiner Zeit in diversen Laboren gibt es viele Stories, die ich vielleicht nach und nach in meinem Blog erzählen werde. Lustige Stories und solche, die zum Nachdenken anregen sollten…

Aus verschiedenen Gründen hat mir das Laborleben besonders während meiner Doktorandenzeit zwar Spaß gemacht, mir wurde aber auch klar, dass es nicht der richtige Beruf für mich ist. (Auch das erklären meine zukünftigen Stories sicher ein bisschen.) Ein wichtiger Aspekt war die Vereinbarkeit mit der Familie. Ich wohne in Erbach im Odenwald – mindestens eine Stunde entfernt von jeglichen Laboren. Ich wollte aber Kinder und habe nun zwei davon, die ich (ab August beide) halb eins aus der Kita holen möchte. Das passt mit zwei Stunden Autofahrt pro Tag nicht zusammen.
Da es aber ohnehin nicht der einzige Grund ist, stellt es für mich kein Problem dar.

Ich habe mich also entschieden, meine Begeisterung für das Schreiben zu Nutzen und gleichzeitig in der Wissenschaft verankert zu bleiben. An dieser Stelle bedanke ich mich bei Dr. Wolfgang Sommer, der mir durch unerwartete Begebenheiten zu meiner ersten Veröffentlichung dieser Art geholfen hat:

einem Artikel über Tiefe Hirnstimulation für die RheinPfalz am Sonntag, veröffentlicht am 1. April 2018.