Das SchreibenGedanken eines Schreiberlings

Von der anderen Seite

Mal ein Beitrag in anderer Sache:
Dieses Jahr durfte ich beim Schreibwettbewerb des Odenwaldkreises zum Thema „Vum Ruurestoe zum Grafeschloss – rund um Burgen und Schlösser im Odenwald“ in der Jury für die Jugendbeiträge mitmachen!

Eine äußerst tolle und spannende Aufgabe, das Schreiben mal von der anderen Seite zu sehen. Ich habe tatsächlich alle Beiträge an einem Abend verschlugen – die Kreativität der jungen Schreiber war mitreißend. Eine Geschichte im Besonderen hat mich gepackt und gleichzeitig zum Lachen gebracht, aber auch die anderen waren super.
Als Jury-Mitglied muss man sich an bestimmte Fragen und Kategorien halten. Das ist durchaus nicht leicht, vor allem, wenn das Bauchgefühl etwas anderes flüstert als der Kopf. Manchmal gibt es ein Detail oder einen Schreibstil, den ich einfach mag, und der am liebsten über weniger gelungene Aspekte hinwegtäuschen möchte. Umgekehrt lese ich vielleicht eine Geschichte, die einen genialen Spannungsbogen hat, deren Schreibstil mir aber absolut nicht gefällt. Da ist unheimlich viel Subjektivität drin, auch wenn die Ausrichter einen Leitfaden zur Bewertung rausgeben.

Daher ist es einerseits gut, dass es mehrere Jury-Mitglieder gibt. Andererseits hoffe ich, dass sich niemand vom Schreiben abbringen lässt, wenn er nicht unter die besten Drei gekommen ist. Ich weiß, wie schwer es ist, nicht ausgewählt zu werden oder gar negative Kritik zu bekommen. Aber da muss durch, wer ein Schreiberling werden möchte! Vielleicht hilft die Erinnerung an die Tatsache, dass man nicht alleine ist: viele der großen Autoren und Journalisten wurde mindestens einmal abgelehnt… Was tun? Einfach weitermachen!

In diesem Sinne: Frohes Schreiben!