Gedanken eines Schreiberlings

Das Glück der Naiven

Vielleicht habt ihr es auf Twitter oder Facebook schon gesehen – gestern durfte ich Paul J. Zak über Sype interviewen!

Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht wusste, wer das ist. Ich habe einige Artikel und einen TED Talk von ihm gesehen, als ich für meinen nächsten Artikel recherchiert habe. DER Wissenschaftler auf dem Gebiet „Neurobiologie des Vertrauens“. OK, dachte ich, frage ich ihn eben per Mail, ob ich ein Interview bekomme. So hätte ich das auch mit einer wissenschaftlichen Anfrage gemacht. Und wie ihr wisst, es hat geklappt. Es war das tollste Interview, das ich bisher erleben durfte, und Dr. Zak (oder Dr. Love) war die Freundlichkeit in Person. Obwohl er wusste, dass ich „nur“ für eine regionale deutsche Zeitung schreibe. Ich konnte diese Nacht kaum schlafen, so aufgeregt war ich sogar noch hinterher (Ok, es mag auch mit daran gelegen haben, dass meine Kinder gerade in der letzten Nacht besonders wenig von Schlaf hielten).

Nun aber zum Glück der Naiven: Ich hatte Dr. Zak zwar vor dem Interview etwas recherchiert, bin aber aus mir unerfindlichen Gründen erst hinterher auf seine eigene Website gestoßen. Wow! Hätte ich das vor dem Interview gesehen, hätte ich wohl vor Nervosität kaum einen sinnvollen Satz herausgebracht (ich übertreibe ein bisschen, aber der Mann ist ein Genie!) . Und noch schlimmer, hätte ich es vor der Interviewanfrage gesehen, hätte ich es sicher als hoffnungslos abgeschrieben. Allein die zwei Ansprechpartner für Kontakt- bzw. Medienanfragen hätten mich abgeschreckt (ich bin leider doch noch schnell eingeschüchtert). Stattdessen habe ich an seine eigene Adresse geschrieben (die es immerhin auch frei verfügbar im Internet gibt), und siehe da!

So hat meine naive und jounalistisch zugegeben amateurhafte Herangehensweise mich in diesem Fall gerettet. 🙂

Gelernt habe ich zwei Dinge, die eigentlich schon offensichtlich sein sollten: erstens werde ich die Menschen, die ich um ein Interview bitte, VORHER gut recherchieren und zweitens werde ich mich von großen Namen nicht so schnell einschüchtern lassen, denn man kann jederzeit Glück haben und an einen absolut freundlichen Menschen geraten.

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